Schon seit mehreren Jahren beklagen Eltern von Kindern in Rohrbach und auch der Ortsbeirat die gefährliche Verkehrssituation im Bereich Länderweg / Hinter den Zäunen. Diese Hauptstraße wird bedauerlicherweise von vielen Fahrzeugen, welche zwischen Ortenberg/Aulendiebach und Düdelsheim verkehren, als Abkürzung genutzt, was sie aber laut Ortsvorsteher Oliver Debus gar nicht ist...

„Viele Autos, die gegenüber dem Passieren der Bahnschranke in Büches abkürzen wollen, fahren über Rohrbach. Da aber der Rohrbacher Abzweig auch einen Bahnübergang hat, bringt das nicht viel. Also fahren viele Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit durch Rohrbach. Das erkennt sogar jeder Laie sofort ohne technisches Gerät. Dadurch versuchen diese Fahrer Zeit wettzumachen im Vergleich zur Umfahrung von Rohrbach.“
Diese Situation sei keineswegs neu, so Ortsvorsteher Debus: „Es gab vor mehreren Jahren schon den Vorstoß einer Bürgerinitiative und des Ortsbeirates, diese Situation in Rohrbach zu entschärfen, leider bislang ohne Erfolg. Bei einer Verkehrsschau mit der Polizei wurde damals aufgezeigt, dass bei der Straße in Rohrbach, die eine Kreisstraße und keine Gemeindestraße ist, andere Maßstäbe gelten. Unter dem Strich galt die erschreckende Antwort bei der Verkehrsschau „so lange nicht Menschen totgefahren werden oder zumindest schwere Unfälle passieren, wird sich hier nichts ändern.“ Das war eine schallende Ohrfeige für die Bürgerinitiative und den Ortsbeirat. Leider gab es hierzu damals auch keine Unterstützung der Stadt

Fraktionsvorsitzender Benjamin Harris erklärt hierzu: „Das möchte die CDU Büdingen nun aufarbeiten und die Vergangenheit nicht so stehen lassen. In einer Begehung im Rahmen einer offenen Fraktionssitzung Ende letzten Jahres mit Bürgern in Rohrbach hat man die betroffene Stelle besonders begutachtet. Dieser Straßenabschnitt, gerade am Länderweg, wird von vielen Schulkindern benutzt, um die Straße zu queren und zur Bushaltestelle zu kommen sowie auch, um mittags zu Freunden zu laufen oder auf den Spielplatz auf der anderen Straßenseite zu gelangen. Die Kinder müssen dabei ohne Ampel auskommen und manchmal zwischen parkenden Autos hindurchlaufen, ohne wirklich die Straße einsehen zu können. Davon hat sich die Fraktion vor Ort überzeugt.“
Die Christdemokraten sind nach der Ortsbegehung der Ansicht, dass die Kinder hier einen gesicherten Überweg brauchen, um das Risiko eines möglichen Unfalles zu vermeiden, so Harris weiter: „Hier muss gehandelt werden, bevor und nicht nachdem ein Unfall mit Personenschaden passiert ist. Hierzu bietet es sich an, an einer bestimmten Stelle im Länderweg eine Querungshilfe für Fußgänger in Nähe der Bushaltestelle und Spielplatz zu installieren. Dieses haben wir nun in der Stadtverordnetenversammlung beantragt.
Nachdem der Antrag in den Bau- und Planungsausschuss verwiesen wurde, werden wir in diesem Gremium weiter an der Umsetzung dieses Vorschlags arbeiten.“
Laut Ortsvorsteher Debus wäre das in jedem Fall eine Verbesserung der Verkehrssituation: „Die Querungshilfe würde die Sicherheit der Kinder und auch der erwachsenen Fußgänger im betroffenen Bereich in jedem Fall deutlich erhöhen.
In anderen Gemeinden, in denen die Hauptstraße eine Kreisstraße ist, funktioniert das auch. Wieso nicht in Rohrbach?“

Jedoch ist das nicht die einzige Maßnahme, die von der CDU für Rohrbach forciert wird, so Harris: „Weiterhin haben wir beantragt, dass im Verlauf der K230 / Hinter den Zäunen an einer geeigneten Stelle, an der sich keine Einfahrt zu einem Grundstück befindet, die Fahrbahn so verengt wird, dass die Durchfahrt jeweils nur abwechselnd in eine Fahrtrichtung möglich ist. Dies würde die „Abkürzung“ über Rohrbach unattraktiver machen und dem durchfließenden Verkehr vor allem in der gefährlichen Kurve hinter dem Ortseingang aus Richtung Büches/Düdelsheim entschleunigen. Dies minimiert die Gefahr schwerer Unfälle.“

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